Spreewälder Gurken > beendet

Spreewälder Gurken nahe
© Traube /Spreewaldverein e.V.
Spreewälder Gurken nahe
© Traube /Spreewaldverein e.V.

Nachhaltig intensivierte Anbau- und Verarbeitungsprozesse zur sicheren Produktion von Spreewälder Gurken g.g.A.

Zielstellung

Mit dem Projekt sollten konkrete Lösungen zur Absicherung von Qualität und Menge der Gurkenrohwarenerzeugung in der integrierten Produktion erarbeitet werden. Ziel war es, die Ertragsverluste zu reduzieren und die Rohwahrenproduktion zu steigern. Darüber hinaus sollte den Qualitätsproblemen der Spreewälder Gurke g.g.A. als pasteurisierte Konserve entgegengetreten werden. Es sollten die Ursachen des Weichwerdens in der Konserve herausgefunden und Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet werden. Dafür sollten im Projekt u.a. die Auswirkung von tierischen Schaderregern, insbesondere von Spinnmilben, bodenbürtigen Schaderregern, Fruchtfolge, Nachbarkulturen, witterungsbedingten Stressphasen, der Verarbeitung und mögliche Wechselwirkungen zwischen Kultivierung und Verarbeitung untersucht werden.

Ergebnisse

Mit Hilfe einer Vielzahl an Untersuchungen zu Schaderregerdynamiken, Standort- und Sortenwahl, Verarbeitung und Lagerung konnten mögliche Ursachenkomplexe für weiche Gurken identifiziert werden. In den Lagerungsversuchen zeigten weiße und helle Spitzen eine starke Tendenz zum weich werden. Eine Infizierung mit dem Zucchini-Yellow-Mosaic-Virus (ZYMV) wurde als Ursache identifiziert. Rote Spinnmilben und ihr Auftreten in Hotspots wurde als weitere mögliche Ursache für helle Spitzen identifiziert. Trockenstress und Staunässe, sowie das damit verbundene Alternariaauftreten können mit einem ZYMV- Vorkommen einen negativen Ursachenkomplex bilden. Es zeigten sich nur geringe Sortenunterschiede. Im Zuge der Verarbeitung verloren Rohgurken über 7 °C Lagertemperatur und pasteurisierte Gewürzgurken über 30 °C Lagertemperatur signifikant an Knackigkeit und Festigkeit. Als weitere Ursachen für weiche Gurken konnten Schadpilze und Zutaten in der Verarbeitung ausgeschlossen werden.

Um mögliche Ursachen für das Weichwerden zu vermeiden sowie die Qualität und Menge in der Rohgurkenwarenerzeugung und der Produktion von Spreewälder Gurkenkonserven zu sichern, wurden eine Reihe von Handlungsempfehlungen erarbeitet. Die wesentlichen Ergebnisse sind:

- Eine konsequente Auslese von mit Zucchini-Yellow-Mosaic-Virus (ZYMV) infizierten Pflanzen und Früchten im Anbauprozess und in der Sortierung
  der Rohgurken
- Eine strenge Auslese von Rohgurken mit hellen Spitzen in der Sortierung
- Die Auswahl geeigneter Anbaustandorte durch die Herbstbeprobung der Böden auf das Vorkommen von Alternaria. Vermeidung   
  staunässegefährdeter Standorte
- Vermeidung von Trockenstress in der Kulturführung
- Die Hot-Spot-Bekämpfung von Spinnmilben mittels Raubmilben und Neudosan Neu®
- Überwachung der Lagertemperatur sowohl bei den Rohgurken (< 7 °C) als auch bei pasteurisierten Gewürzgurken (< 30 °C)

Zusätzlich konnte ein Schnelltestverfahren für pasteurisierte Gewürzgurken zum frühzeitigen Erkennen von Texturproblemen, auf Basis beschleunigter Enzymaktivitäten entwickelt werden.
Die Projektergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden in breiter Form kommuniziert und stehen sowohl Gurkenproduzenten als auch Verarbeitern zur Verfügung.

Nachhaltig intensivierte Anbau- und Verarbeitungsprozesse zur sicheren Produktion von Spreewälder Gurken g.g.A.

Zielstellung

Mit dem Projekt sollten konkrete Lösungen zur Absicherung von Qualität und Menge der Gurkenrohwarenerzeugung in der integrierten Produktion erarbeitet werden. Ziel war es, die Ertragsverluste zu reduzieren und die Rohwahrenproduktion zu steigern. Darüber hinaus sollte den Qualitätsproblemen der Spreewälder Gurke g.g.A. als pasteurisierte Konserve entgegengetreten werden. Es sollten die Ursachen des Weichwerdens in der Konserve herausgefunden und Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet werden. Dafür sollten im Projekt u.a. die Auswirkung von tierischen Schaderregern, insbesondere von Spinnmilben, bodenbürtigen Schaderregern, Fruchtfolge, Nachbarkulturen, witterungsbedingten Stressphasen, der Verarbeitung und mögliche Wechselwirkungen zwischen Kultivierung und Verarbeitung untersucht werden.

Ergebnisse

Mit Hilfe einer Vielzahl an Untersuchungen zu Schaderregerdynamiken, Standort- und Sortenwahl, Verarbeitung und Lagerung konnten mögliche Ursachenkomplexe für weiche Gurken identifiziert werden. In den Lagerungsversuchen zeigten weiße und helle Spitzen eine starke Tendenz zum weich werden. Eine Infizierung mit dem Zucchini-Yellow-Mosaic-Virus (ZYMV) wurde als Ursache identifiziert. Rote Spinnmilben und ihr Auftreten in Hotspots wurde als weitere mögliche Ursache für helle Spitzen identifiziert. Trockenstress und Staunässe, sowie das damit verbundene Alternariaauftreten können mit einem ZYMV- Vorkommen einen negativen Ursachenkomplex bilden. Es zeigten sich nur geringe Sortenunterschiede. Im Zuge der Verarbeitung verloren Rohgurken über 7 °C Lagertemperatur und pasteurisierte Gewürzgurken über 30 °C Lagertemperatur signifikant an Knackigkeit und Festigkeit. Als weitere Ursachen für weiche Gurken konnten Schadpilze und Zutaten in der Verarbeitung ausgeschlossen werden.

Um mögliche Ursachen für das Weichwerden zu vermeiden sowie die Qualität und Menge in der Rohgurkenwarenerzeugung und der Produktion von Spreewälder Gurkenkonserven zu sichern, wurden eine Reihe von Handlungsempfehlungen erarbeitet. Die wesentlichen Ergebnisse sind:

- Eine konsequente Auslese von mit Zucchini-Yellow-Mosaic-Virus (ZYMV) infizierten Pflanzen und Früchten im Anbauprozess und in der Sortierung
  der Rohgurken
- Eine strenge Auslese von Rohgurken mit hellen Spitzen in der Sortierung
- Die Auswahl geeigneter Anbaustandorte durch die Herbstbeprobung der Böden auf das Vorkommen von Alternaria. Vermeidung   
  staunässegefährdeter Standorte
- Vermeidung von Trockenstress in der Kulturführung
- Die Hot-Spot-Bekämpfung von Spinnmilben mittels Raubmilben und Neudosan Neu®
- Überwachung der Lagertemperatur sowohl bei den Rohgurken (< 7 °C) als auch bei pasteurisierten Gewürzgurken (< 30 °C)

Zusätzlich konnte ein Schnelltestverfahren für pasteurisierte Gewürzgurken zum frühzeitigen Erkennen von Texturproblemen, auf Basis beschleunigter Enzymaktivitäten entwickelt werden.
Die Projektergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden in breiter Form kommuniziert und stehen sowohl Gurkenproduzenten als auch Verarbeitern zur Verfügung.