03.07.2019

| Pressemitteilung

Smart Farming und Lauschangriff

Staatssekretärin Schilde informiert sich über innovative EIP-Projekte im Fläming

Q2Gras – Smarte Silagewerbung

In der Operationellen Gruppe Q2Gras entwickelt das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. gemeinsam mit sechs landwirtschaftlichen Unternehmen eine App zur Verbesserung von Grassilage. Studien zeigen, dass Grassilagen häufig eine unbefriedigende Qualität aufweisen. Der Energiegehalt ist zu niedrig oder der Trockenmassegehalt ist unzureichend. Ziel ist die Ermittlung des optimalen Trockenmassegehaltes in der Futterwerbung. Dieser lässt sich vorhersagen, wenn Daten zur Witterung und zu Ernte- und Silierbedingungen miteinander verschnitten werden. Diese Verknüpfung wird mit der entwickelten App im EIP –Projekt Q2Gras realisiert. Die App wird bereits im praktischen Einsatz getestet und optimiert.

Beetle Sound Tube – Lauschangriff im Getreidelager

Treten Lagerschädlinge auf, muss Getreide behandelt werden. Es entstehen Kosten für den Landwirt. Daher besitzt die Früherkennung von Lagerschädlingen eine hohe Praxisrelevanz.

Mit dem Beetle Sound Tube-System soll in den Getreidesilos frühzeitig nach Schädlingen gesucht werden. Die Fressgeräusche sollen die Käfer verraten. Dazu werden Daten zu Akustik, Temperatur und Feuchte dauerhaft gemessen und regelmäßig mit handgezogenen Proben abgeglichen. Das akustische System wird auf der Basis der Ergebnisse im Laufe des Projekts angepasst und optimiert. Der Silobetreiber soll mit einer Nachricht auf dem Handy über den Befall informiert werden. Das innovative Projekt wird vom Julius Kühn-Institut wissenschaftlich begleitet und von zwei Landwirtschaftsbetrieben und anderen Akteuren unterstützt.

In beiden Projekten ist die agrathaer GmbH Koordinator der Projektarbeit.

EIP in Brandenburg

Für das Programm werden von der Europäischen Kommission im Rahmen des Agrarfonds ELER beachtliche Fördermittel zur Verfügung gestellt, um Forschung und Wertschöpfung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft zu unterstützen. Dafür stehen im Land Brandenburg bis 2020 25,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die EIP-Projekte werden von Praktikern, Wissenschaftlern, Beratern, Unternehmen sowie Verbänden und Vereinen in Netzwerken umgesetzt.

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